{"id":6199,"date":"2026-03-17T19:06:02","date_gmt":"2026-03-17T17:06:02","guid":{"rendered":"https:\/\/fondation-sommer.lu\/zoom-sur-les-projets-structurants-suite\/"},"modified":"2026-03-17T19:09:31","modified_gmt":"2026-03-17T17:09:31","slug":"zoom-sur-les-projets-structurants-suite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fondation-sommer.lu\/en\/zoom-sur-les-projets-structurants-suite\/","title":{"rendered":"Focus on programmes &#8211; part 2"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Elisabeth, wir kennen Dich als K\u00fcnstlerin, die innovative Formate entwickelt und deren Kreativit\u00e4t auch in den komplexesten Situationen neue Impulse setzt. Erinnern wir uns z.B. an das Format Invisible Dances, das eine choreographische Antwort auf die Restriktionen f\u00fcr Kunstschaffende w\u00e4hrend der Corona Pandemie war und mit dem Du \u00fcber die Distanzen hinweg Menschen zum Tanzen gebracht hast. Was hat Dich dazu bewogen Mat Iech ins Leben zu rufen und welchen Stellenwert hat diese Sparte innerhalb der Company? <\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Werte und die Philosophie, auf denen \u201eMat Iech\u201c basiert, habe ich schon lange versucht, in meine k\u00fcnstlerische Arbeit zu integrieren. Es war mir immer wichtig, nah am Publikum zu sein. Mit \u201eMat Iech\u201c haben wir diesen Ansatz weiterentwickelt &#8211; indem wir bewusst zu den Menschen gehen, die &#8211; aus medizinischen, geographischen oder finanziellen Gr\u00fcnden \u2013 nicht bzw. nicht mehr ins Theater kommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist mir ein zentrales Anliegen diesen Menschen zu zeigen, dass sie f\u00fcr uns als K\u00fcnstler*innen bedeutend sind, dass wir sie nicht vergessen, dass auch sie Kultur erleben d\u00fcrfen &#8211; und hoffentlich daraus Freude, Inspiration und Verbundenheit mitnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eMat Iech\u201c ist aus dieser Haltung hervorgegangen und w\u00e4chst aus ihr kontinuierlich weiter. Ich bin sehr dankbar, dass sich das Programm dank der F\u00f6rderung, der Unterst\u00fctzung und des Vertrauens der Fondation Sommer sowie unserer weiteren F\u00f6rderpartnern so weiterentwickeln konnte. Solche Formate waren in Luxemburg zuvor nicht stark etabliert, doch wir haben \u00fcberraschend schnell viel R\u00fcckhalt erfahren. Innerhalb der Company ist der Stellenwert von \u201eMat Iech\u201c stetig gestiegen. \u00a0Wie in vielen kulturellen Institutionen waren die personellen Kapazit\u00e4ten jedoch lange begrenzt, sodass ich das Programm zun\u00e4chst parallel zu meinen k\u00fcnstlerischen Aufgaben organisiert habe. Mit der Beauftragung von Clara Berrod als \u201eMat Iech\u201c -Managerin auf freischaffender Basis konnten erstmals tragf\u00e4hige Strukturen etabliert und eine nachhaltige strategische Ausrichtung entwickelt werden. Heute sind wir dadurch in der Lage, das Profil von \u201eMat Iech\u201c klarer zu definieren: seinen inhaltlichen Kern zu sch\u00e4rfen, die zugrunde liegende Vision zu formulieren und das Programm langfristig weiterzuentwickeln \u2013 im Sinne der T\u00e4nzer*innen ebenso wie der kooperierenden Institutionen und der Menschen, mit denen wir arbeiten. Mat Iech hat inzwischen einen sehr hohen Stellenwert in unserer Company. Ich glaube auch, dass unsere K\u00fcnstler*innen diese Arbeit sehr sch\u00e4tzen, weil es eine ganz andere Erfahrung ist, an solche Orte zu gehen und f\u00fcr diese Menschen zu tanzen, als auf den gro\u00dfen B\u00fchnen des Landes aufzutreten.<\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Im Rahmen der dreij\u00e4hrigen F\u00f6rderperiode von \u201eMat Iech\u201c hat die Making Dances Company im Herbst letzten Jahres eine erste Tournee zu verschiedenen Einrichtungen, absolviert, u.a. die Maison Saint Martin\/Fondation de la Porte Ouverte, Fondation Kannerschlass und der Service p\u00e9dopsychiatrie des Centre hospitalier de Luxembourg. Vier weitere Tourneen, die weiteren Personen Deine St\u00fccke \u201eSensorial Symphonies\u201c und \u201eFlorescence in Decay\u201c n\u00e4herbringen werden, stehen bis Ende 2027 noch an. Was nimmst du als Choreographin und k\u00fcnstlerische Leiterin f\u00fcr Deine Kunst aus den Begegnungen, die durch \u201eMat Iech\u201c entstehen, mit? <\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auf der einen Seite bin ich gepr\u00e4gt von k\u00fcnstlerischer Arbeit und philosophischer Recherche. Doch realistisch betrachtet besteht ein gro\u00dfer Teil meines Alltags aus Finanzierungssuche, Management des Teams und all dem, was organisatorisch dazugeh\u00f6rt. Gerade deshalb sind die Begegnungen mit den Menschen im Rahmen von Mat Iech f\u00fcr mich so wertvoll. Als K\u00fcnstlerin bewegt man sich schnell in einer gewissen Bubble im eigenen Kosmos aus Proben, Produktionen, Team, Visionen. Vieles dreht sich um die Company und die Strukturen, die sie tragen.Mit \u201eMat Iech\u201c gehen wir bewusst hinaus. Wir verlassen diesen gesch\u00fctzten Raum und begegnen Menschen direkt &#8211; ohne Distanz, ohne gro\u00dfe B\u00fchne. Wir erleben unmittelbar, wie unsere k\u00fcnstlerische Arbeit auf sie trifft, wie sie etwas ausl\u00f6st, wie sie ber\u00fchrt oder ver\u00e4ndert. Diese Unmittelbarkeit ist ein Geschenk. Ich merke, wie oft ich innerlich zu diesen Momenten zur\u00fcckkehre. Wie ich an einzelne Begegnungen denke. Wie ich mich frage, wie es diesen Menschen heute geht. Und ich sehe auch, wie sehr solche Erfahrungen meine T\u00e4nzer*innen pr\u00e4gen. Auf menschlicher Ebene ist diese Arbeit eine enorme Bereicherung und eine Qualit\u00e4t von Begegnung, die in meinem sonst sehr strukturierten, oft administrativ gepr\u00e4gten Alltag nur selten Raum findet.<\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Welche R\u00fcckmeldungen erh\u00e4ltst Du vom Publikum von \u201eMat Iech\u201c zu diesem Format?<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die R\u00fcckmeldungen auf Mat Iech sind durchweg sehr ber\u00fchrend und wertsch\u00e4tzend. Immer wieder wird betont, wie sehr sich die Menschen gesehen und ernst genommen f\u00fchlen \u2013 nicht nur als Publikum, sondern als aktive Teilnehmende einer gemeinsamen Erfahrung. So beschreibt etwa die Fondation Kraizberg die Auff\u00fchrung als \u201eherzergreifend und rundum gelungen\u201c und hebt besonders den Austausch auf Augenh\u00f6he hervor, der als Zeichen besonderer Wertsch\u00e4tzung wahrgenommen wurde: \u201eF\u00fcr uns war es eine sehr positive, bereichernde und unvergessliche Erfahrung.\u201c Auch im therapeutischen Kontext, wie bei der Fondation Kannerschlass, wird gesch\u00e4tzt, wie sensibel und flexibel die T\u00e4nzer*innen auf die W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse der Kinder eingehen &#8211; viele der Kinder beschrieben den Auftritt schlicht als \u201ecool\u201c, was f\u00fcr uns eine ebenso wertvolle R\u00fcckmeldung ist. In Senioreneinrichtungen wie der Fondation J.-P. Pescatore wird vor allem betont, wie sehr die Bewohner*innen die Auff\u00fchrung genossen haben. Was sich durch all diese Stimmen zieht, ist das Gef\u00fchl von Resonanz: \u201eMat Iech\u201c schafft Momente der Begegnung, in denen Menschen sich angesprochen, eingebunden und bereichert f\u00fchlen &#8211; unabh\u00e4ngig von Alter, Lebenssituation oder Kontext. Genau darin liegt der Kern dieses Formats. Diese R\u00fcckmeldungen ber\u00fchren uns als Team sehr und best\u00e4rken uns in unserer Arbeit.<\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Mit der F\u00f6rderung von \u201eMat Iech \u201eals \u201eProgramm\u201c wollten wir nicht nur ein konkretes k\u00fcnstlerisches Projekt unterst\u00fctzen, sondern auch die Organisation, welche dieses tr\u00e4gt, st\u00e4rken \u2013 zum Beispiel indem wir Strukturkosten \u00fcbernehmen und eine l\u00e4ngerfristige Unterst\u00fctzung anvisieren. Eine Programm-F\u00f6rderung ist immer individuell und angepasst auf die Bedarfe des jeweiligen Partners. Sie bedarf eines echten Vertrauens in die Tr\u00e4gerorganisation, sowie Transparenz und Flexibilit\u00e4t. Welche Erwartungen hast Du als Projekttr\u00e4gerin spezifisch an uns \u2013 oder auch andere<\/strong> <strong>potenzielle F\u00f6rderer \u2013 im Rahmen einer solchen F\u00f6rderung?<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was ich an der Zusammenarbeit mit der Fondation Sommer besonders sch\u00e4tze, ist, dass ihr euch wirklich Zeit nehmt, zu verstehen, was das Programm ist und was es werden kann. Ihr ladet uns ein, gr\u00f6\u00dfer zu denken. Ihr ermutigt uns, Visionen zu formulieren, die wir uns innerhalb unserer eigenen, oft sehr projektgetriebenen Strukturen vielleicht gar nicht zutrauen w\u00fcrden. Das gibt Kraft und Mut; es er\u00f6ffnet einen Raum f\u00fcr Entwicklung. Unsere Company hat \u00fcber viele Jahre stark projektbezogen gearbeitet. Das bedeutete, immer wieder neu anzusetzen, Mittel zu akquirieren, kurzfristig zu planen und mit Unsicherheiten zu leben. Um echte Kontinuit\u00e4t und gesellschaftlichen Impakt zu erm\u00f6glichen, braucht es Stabilit\u00e4t als strukturelle Grundlage. Stabilit\u00e4t schafft Qualit\u00e4t und Konsistenz. Genau das braucht ein Programm wie Mat Iech, um sich mit und f\u00fcr die Menschen wirklich entfalten zu k\u00f6nnen; nicht nur punktuell zu ber\u00fchren, sondern nachhaltig zu wirken. Was diese Zusammenarbeit f\u00fcr mich so besonders macht, ist die Haltung dahinter: sich Zeit nehmen, zuh\u00f6ren, gemeinsam reflektieren, gemeinsam \u00fcber Herausforderungen sprechen, gemeinsam L\u00f6sungen entwickeln. Ihr f\u00f6rdert uns nicht nur, sondern tragt Mat Iech wirklich mit. Oft f\u00fchlt man sich als freie Company klein &#8211; als w\u00fcrde man unerl\u00e4sslich an T\u00fcren klopfen und um Unterst\u00fctzung bitten. In unserer Zusammenarbeit ist das anders. Wir begegnen uns auf Augenh\u00f6he. Ihr seht das Potential, ihr erkennt die Professionalit\u00e4t und den Willen, mit dem wir arbeiten &#8211; und ihr zieht mit uns am selben Strang. Diese Kombination aus Ermutigung, strategischem Austausch und struktureller Stabilisierung ist f\u00fcr unsere derzeitige Position als Company absolut zentral.\u00a0 Es geht nicht um kurzfristige Projekte, sondern es geht darum, etwas aufzubauen, das langfristigen Bestand und Wirkung hat. Dies ist ein echtes Geschenk und eine Form der Zusammenarbeit, welche ich mit F\u00f6rderern relativ selten erlebe.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=z8m0KbL_sRw&amp;t=20s\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Trailer &#8220;Mat Iech&#8221;<\/a>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>With \u2018Mat Iech\u2019, the educational initiative developed by Elisabeth Schilling &#038; Company, this is the first multi-year programme with a structural focus that we are supporting. For the Sommer Foundation, the structural dimension refers just as much to the greater impact sought on the direct beneficiaries as it does to strengthening the project organiser itself. Thus, through a combined approach of covering structural costs\u2014at a higher level and over a longer timeframe\u2014we are striving to move beyond the \u2018project\u2019 mindset to enable cultural actors to deliver innovative solutions.<\/p>\n<p>Whilst we are convinced of the merits of this approach, we have been testing its implementation over the past year, bearing in mind that each programme is unique.<br \/>\nHere, Elisabeth Schilling herself explains it.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6222,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-6199","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fondation-sommer.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6199","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fondation-sommer.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fondation-sommer.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fondation-sommer.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fondation-sommer.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6199"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/fondation-sommer.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6199\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6208,"href":"https:\/\/fondation-sommer.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6199\/revisions\/6208"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fondation-sommer.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6222"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fondation-sommer.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6199"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fondation-sommer.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6199"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fondation-sommer.lu\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6199"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}